Gay Hendricks

Wie Upper Limits uns begrenzen und uns daran hindern unsere tiefsten Träume zu leben

Und wie Du mit The Work of Byron Katie solche Verhaltensmuster auflösen kannst

Kürzlich habe ich mit einer Frau gearbeitet, die mir erzählte, sie habe sich ein Youtube-Video von mir angesehen mit dem Titel, warum verliebe ich mich immer in die falschen Männer?

Das sei genau ihr Thema:
Sie verliebe sich immer in die Männer, die sie nicht wollten, und die Männer, die sie wollten, fand sie langweilig und unattraktiv. Sie war sehr unglücklich über diese Situation und sauer auf sich selbst, dass sie dieses Muster nicht überwinden konnte, obwohl sie doch mittlerweile erkannt hatte, dass es so nicht funktionierte.

Link zum Video
 
Und sie wollte sich gern einmal zu dem Thema coachen lassen.

In unserem ersten Coaching passierte etwas sehr Spannendes.

Zuerst hinterfragten wir ein paar Glaubenssätze, die sie über den Mann hat, der sie gern auf Händen tragen würde:

-       Er erdrückt mich mit seiner Liebe.

-       Er sollte gelassener sein.

-       Er sollte männlicher sein.

Sie erkannte einiges und entdeckte, dass das Gegenteil von den ursprünglichen Gedanken viel wahrer war.

Aus: “Er erdrückt mich mit seiner Liebe.” Wurde: “Ich erdrücke mich mit seiner Liebe.” 

Aus: “Er sollte gelassener sein.” Wurde: Ich sollte gelassener sein und er sollte nicht gelassener sein.”

Aus: “Er sollte männlicher sein.” Wurde: “ich sollte femininer sein.”

So weit so gut…

Über die Männer, denen sie hinterlief, die allerdings keine ernsthafte Beziehung wollten, hatte sie Ideen wie:

- ich muss ihn erobern

- er wird sich schon noch ändern

- wenn ich ihn knacke, dann wird alles gut

Als Coach stellte ich mir und ihr die Frage, ob sie überhaupt innerlich die Erlaubnis habe, von einem Mann voll und ganz geliebt zu werden, ohne zu kämpfen?

Da lag anscheinend der Hase im Pfeffer, denn da war sie sich unsicher.

Es schien mir, dass wir auf ein sogenanntes “Upper Limit” gestossen waren. 

Gay Hendricks, der Autor des Buches The Big Leap definiert ein “Upper Limit Problem so: 
“Die Menge an Erfolg, Glück, Geld etc. die wir uns selbst “erlauben” zu erfahren, bevor wir Dinge sabotieren und uns selbst zurückbringen auf ein komfortableres und bekannteres Level.”

Dieses Level wird in der Regel in der Kindheit definiert, und es setzt die Richtschnur, wieviel wir uns später im Leben erlauben zu sein, zu tun oder zu haben.

Wenn das Leben zu gut wird, dann gehen unsere internen Alarmglocken an, die uns sagen, dass wir nicht mehr verdient haben, dass mehr angsteinflößend ist, dass wir am Ende allein dastehen werden oder dass das am Ende ein Desaster wird. Unser Ego kann sehr dramatisch sein und geht gern in ein Worst Case Szenario. 

Wenn wir uns das auf der Zunge zergehen lassen, dann hat unser Mindset eine verheerende Wirkung auf den Grad des Glücks, das wir uns erlauben.

Zurück zur Klientin:
Welche Glaubenssätze halten sie davon ab, Liebe zu empfangen?

Wir landeten … genau… in der Kindheit…

Auf einmal erinnerte sie sich und sagte:

Meine Eltern wollten mich nicht als Kind.

Davon war sie fest überzeugt. Ihre Eltern hatten ihr das auch gesagt, dass sie nicht geplant und nicht gewollt war, und dass ihre Eltern sich nur wegen ihr nicht getrennt hätten.

Wir hinterfragten diese Geschichte und es stellte sich heraus, dass ihre Eltern sie immer schon gewollt hatten, auch wenn sie etwas anderes gesagt haben. Fakt war, sie haben sie bekommen und behalten und Byron Katie sagt: Wahr ist, was Realität ist.

Man kann sich vorstellen, was so eine Geschichte mit einem kleinen Mädchen macht, dann mit einer jungen Frau und dann mit einer reifen Frau. Wie wirkt sich wohl so ein Glaubenssatz aus wie “Meine Eltern wollten mich nicht.”?

Fatal… denn dieser Glaube führte zu weiteren schmerzvollen Überzeugungen wie:

- Ich musste um die Liebe meiner Mutter kämpfen.

- Ich musste was dafür tun, um von meiner Mutter geliebt zu werden.

Und nun ist es leicht, den Transfer zu machen zu den heutigen Beziehungsproblemen.

Es ist einfach nur logisch im Glaubenssystem der Klientin, sich nicht auf Männer einzulassen, die sie gern auf Händen tragen würden. 
Wieso? Weil sie tief im Inneren überzeugt ist, es nicht verdient zu haben, einfach so geliebt zu werden, ohne etwas dafür tun zu müssen.

Es ist logisch, dass sie Männern hinterher läuft, die keine feste Beziehung mit ihr wollen.
Wieso? Durch ihre Grenzen nach oben, die Upper Limits, sabotiert sie sich immer wieder selbst, und bleibt damit in der ihr allzu gut bekannten “Komfort”zone, in der sie kämpfen muss. Zwar nicht angenehm… aber bekannt.

Es war sehr berührend, die Klientin durch den Prozess zu leiten und mit ihr eine Tür in ein neues Leben zu öffnen.

Die Tür: Ich bin gewollt und verdiene es, geliebt zu werden, ohne etwas dafür tun zu müssen.

In meiner Erfahrung als Coach mache ich immer wieder Bekanntschaft mit Grenzen nach oben, und das Auflösen dieser Grenzen fasziniert mich.

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Kerstin

 

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